Die Zwischenprüfung im Einzelhandel

Zuletzt aktualisiert: März, 2019

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Auf dem Weg zu deinem Ausbildungsabschluss wirst du über die eine oder andere Hürde hinweg müssen. Eine sehr wichtige Hürde ist hierbei die Zwischenprüfung. Nach neuer Verordnung wird die Zwischenprüfung durch die gestreckte Abschlussprüfung ersetzt. Aber auch in diesem Fall musst du innerhalb deiner Ausbildungszeit erste wichtige Prüfungen ablegen.

Die Zwischenprüfung in der Ausbildung zum/-r Einzelhandelskaufmann/-frau

Viele staatlich anerkannte Ausbildungen im dualen System haben eine Zwischenprüfung. Nach dem Berufsbildungsgesetz sind die Zwischenprüfung als Überprüfung des Ausbildungsstands gedacht. Die Zwischenprüfungen werden nach der Ausbildungsordnung des betreffenden Berufs durchgeführt. Im Normalfall findet die Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Die Zwischenprüfungen werden von den gleichen zuständigen Stellen organisiert wie auch die Abschlussprüfungen. Das sind bei handwerklichen Berufen die Handwerkskammern und bei kaufmännischen Berufen wie dem/-r Einzelhandelskaufmann/-frau die Industrie- und Handelskammern. Hier wird dann auch der Prüfungsausschuss gebildet, der die eigentliche Zwischenprüfung dann durchführt.

Die gestreckte Abschlussprüfung in der Ausbildung zum/-r Einzelhandelskaufmann/-frau

Seit einiger Zeit verändern sich die Ausbildungsordnungen für viele Berufsgruppen sehr stark. Davon ist auch die Ausbildung zum/-r Kaufmann/-frau im Einzelhandel betroffen. In dieser Ausbildung ist es heute üblich, keine Zwischenprüfung nach altem Muster zu machen, sondern eine gestreckte Abschlussprüfung. Ob du die Zwischenprüfung ablegen musst oder eine gestreckte Abschlussprüfung, ergibt sich aus der Verordnung, nach der du die Ausbildung machst. In der Verordnung von 2004 wird eine Zwischenprüfung verlangt, in der Verordnung von 2009 wird die gestreckte Abschlussprüfung durchgeführt. Du wirst im Normalfall der Verordnung von 2009 unterliegen.

Nach der gestreckten Abschlussprüfung gibt es keine Zwischenprüfung mehr, sondern ein Teil der Abschlussprüfung wird nach vorne gezogen. Dieser vorgezogene Teil wird nach dem zweiten Ausbildungsjahr geschrieben und umfasst drei schriftliche Teilprüfungen. Das Ergebnis dieser Prüfungen fließt zu 35% in die Abschlussnote ein. Das ist ebenfalls ein wesentlicher Unterschied zur Zwischenprüfung, dessen Ergebnis für die Abschlussnote unwichtig war.

Der Name gestreckte Abschlussprüfung kommt genau daher, dass die Abschlussprüfung nun auf die schriftlichen Prüfungen nach dem zweiten Ausbildungsjahr und die schriftliche und mündliche Abschlussprüfung nach dem dritten Ausbildungsjahr gestreckt wurde. Damit hat man die alte Zwischenprüfung durch das neue Prüfverfahren ersetzt.
Zuständig für die gestreckte Abschlussprüfung bei der Ausbildung zum/-r Kaufmann/-frau im Einzelhandel ist wiederum die Industrie- und Handelskammer. Dort finden sowohl die vorgezogenen Teilprüfungen als auch die Teilprüfungen zum Ende der Ausbildung statt.

Zwischenprüfung somit kein Bestandteil der Ausbildung mehr

Somit kannst du in deiner Ausbildung zum/-r Kaufmann/-frau im Einzelhandel davon ausgehen, dass du keine Zwischenprüfung mehr schreiben musst. Für dich wird die gestreckte Abschlussprüfung gelten. Das bedeutet für dich aber dennoch eine intensive Prüfungsvorbereitung auch während der Ausbildungszeit. Statt der Zwischenprüfung am Anfang des zweiten Ausbildungsjahres wartet auch dich die vorgezogene Teilabschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Die Noten, die du dort erreichst, sind im Gegensatz zur Zwischenprüfung für dein Abschlusszeugnis relevant.

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